Hartnäckig zu hoher BZ nach ein paar Feiertagen
„Ich kann machen, was ich will – der Zucker bleibt hoch!“
Kommt Ihnen dieser Satz bekannt vor? Gerade nach der Weihnachtszeit hören wir solche Klagen besonders oft – in der Ordination, per E-Mail oder über unsere App.
Da hat man ein paar festliche Tage mit Keksen, Braten, Punsch und vielleicht auch ein bisschen weniger Bewegung hinter sich – und dann steigt der Blutzucker… und bleibt oben. Tagelang. Und das kann ganz schön frustrierend sein.
Aber: Sie sind nicht allein, und es gibt Hilfe – auch ohne Radikal-Diät oder Winter-Trainingsplan!
Zu diesem Artikel gibt es eine Podcast-Folge, Folge 110 in meinem Podcast: "Diabetes? Frag die Zuckertante!" Überall wo es Podcasts gibt, und auch gleich hier auf meiner Homepage.

Drei einfache Tipps gegen hohe Zuckerwerte nach den Feiertagen
Nein, ich meckere jetzt nicht rum wegen „gesundem Essen“ und Training
Ihre Zuckertante hat diesmal drei ganz praktische, machbare Ideen mitgebracht. Keine Verbote, keine Moral – nur Dinge, die Ihnen guttun und die Ihnen helfen können, Ihren Zucker sanft wieder in ruhigere Bahnen zu lenken.
1. Schlafen Sie sich gesund(er)!
Klingt zu einfach? Ist aber wissenschaftlich gut belegt: Schlechter oder zu kurzer Schlaf verschlechtert Ihre Zuckerwerte – und umgekehrt können hohe Zuckerwerte auch Ihren Schlaf stören.
Was hilft:
- Regelmäßige Schlafzeiten – auch (oder gerade) in den Ferien!
- Mindestens 6 Stunden Schlaf, idealerweise ohne Wecker.
- Kühle, dunkle Schlafzimmer fördern die Schlafqualität.
Wenn Sie nachts oft aufstehen müssen (z.B. wegen hoher Werte), dann lohnt sich hier besonders genau hinzuschauen. Manchmal ist der Schlüssel zu besseren Werten einfach eine ruhigere Nacht.
2. Stress runter – Cortisol runter
Das Stresshormon Cortisol ist ein echter Zucker-Treiber. Und auch wenn Feiertage offiziell „besinnlich“ sein sollen… wir wissen alle, wie viel Trubel, Emotionen und familiärer Wirbel dabei oft mitspielen.
Was hilft:
- Bewusst kleine Glücksmomente sammeln: Was war heute schön?
- Ein Spaziergang allein oder mit Ihrem Lieblingsmenschen.
- Musik hören, kuscheln, ein heißes Bad – was immer Ihnen gut tut.
Tipp der Zuckertante: „Ich brauch das für meinen Zucker!“ – ist ein wunderbar überzeugender Satz, wenn Sie sich mal eine Pause vom Familienfest nehmen wollen 😉
3. Nicht weniger – sondern mehr (vom Richtigen) essen
Jetzt wird’s spannend: Sie müssen sich nichts verbieten! Viel besser ist es, vom Gesunden einfach mehr zu essen. Klingt gut? Ist es auch.
Was hilft:
- Gemüse-Vorspeise: zusätzlich! ein bunter Salat, Ofengemüse oder Gemüsesuppe.
- Eiweißreiche Hauptmahlzeiten (Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, mageres Fleisch).
- Einfach öfter zum Gemüse greifen – zweimal pro Mahlzeit ist super!
Und falls Sie noch Weihnachtskekse im Haus haben: Ein bis zwei keksfreie Tage vor Silvester machen den Sekt um Mitternacht gleich noch feierlicher – und helfen dem Zucker auf sanfte Weise.
Fazit: Klein anfangen - nächstes Jahr ist noch Zeit genug, vieles besser zu machen!
Diese Zeit zwischen den Jahren ist oft träge und schwer – körperlich wie seelisch. Aber genau deshalb wirken kleine Veränderungen jetzt besonders gut. Probieren Sie’s aus: besser schlafen, besser entspannen, besser essen – ganz ohne Diätstress oder Fitness-Zwang.
Sie müssen nicht alles perfekt machen. Aber Sie können heute schon ein kleines Stück in die richtige Richtung gehen.
Ich wünsche Ihnen erholsame Tage und einen guten Rutsch – mit friedlichem Zucker!
Zu diesem Artikel gibt es auch eine Podcast-Folge, Folge 110 in meinem Podcast: "Diabetes? Frag die Zuckertante!" Überall wo es Podcasts gibt, und auch gleich hier auf meiner Homepage.


Die Zuckertante grüßt
und wünscht allzeit gute Werte!