Die Newcastle-Diät: Kann Typ-2-Diabetes wirklich wieder verschwinden?
In dieser Rubrik stelle ich eine persönliche Auswahl von Studien vor, die ich für besonders interessant oder alltagsrelevant halte. Der Anspruch ist nicht Vollständigkeit, sondern verständliche Einordnung: Was wurde untersucht, was kam heraus – und was könnte das für Menschen mit Typ-2-Diabetes bedeuten?
Diesmal: eine der aufsehenerregendsten Studien der letzten 10 Jahre!
Hier können Sie Podcast-Folge 131 anhören.
Die Geschichte von Professor Roy Taylor, 800 Kalorien, Fett in Leber und Bauchspeicheldrüse – eine aufregende Idee
Ich kann mich noch gut an den Kongress der DDG, der Deutschen Diabetes Gesellschaft, im Mai 2018 erinnern. Selten sind Meinungen so aufeinander gekracht. Im Dezember 2017 hatte Prof. Taylor aus England seine DiRECT-Studie vorgestellt – und sie war DAS Kongress-Thema! Man diskutierte überall, in Wortmeldungen nach Vorträgen, auf den Gängen und beim Abendessen.
Und ich weiß noch gut, wie ungewöhnlich sich manches damals anhörte! Denn jahrzehntelang hatten wir Typ-2-Diabetes ungefähr so erklärt:
Diabetes mellitus Typ 2 ist eine chronische Erkrankung. Die Insulinresistenz (Unempfindlichkeit vieler Körperzellen auf Insulin) nimmt zu. Die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse können irgendwann nicht mehr ausreichend gegenarbeiten. Die eigene Insulinproduktion lässt im Lauf der Jahre nach. Zuerst braucht man vielleicht eine Tablette, später mehrere Medikamente und irgendwann möglicherweise Insulin.
Und grundsätzlich stimmt das auch heute noch.
Typ-2-Diabetes ist eine chronische Erkrankung, die sehr unterschiedlich verlaufen kann und bei vielen Menschen über die Jahre fortschreitet.
Aber plötzlich wurde über etwas geredet, was viele von uns aus der Arbeit mit Menschen mit Diabetes ja schon kannten:
Kann ein Typ-2-Diabetes zumindest bei manchen Menschen wieder in Remission gehen?
„In Remission gehen“. Das heißt: so weit zurückgedrängt werden, dass die Blutzuckerwerte ohne Diabetes-Medikamente wieder unter der Diabetes-Grenze liegen.
Die Antwort aus einer Reihe von neuen Studien lautete: „Ja, das ist möglich!“
Meine Erfahrungen dazu:
Für mich war das nicht grundsätzlich neu. Ich hatte da schon viele Jahre in Diabetes-Ambulanzen gearbeitet und auch in meiner eigenen Praxis. Es gab immer wieder Menschen, die bekamen die Diagnose Diabetes ganz frisch, mit Laborwerten, die eindeutig den Diabetes belegten: Nüchtern-Blutzucker über 126 mg%, HbA1c über 6,5%. Oft waren die Werte noch viel höher bei der Diagnose, HbA1c von über 9 oder 10% war bei uns in der Ambulanz nicht selten. Das ist ja auch verständlich, denn genau diese Menschen mit sehr hohen Werten wurden von ihren Hausärzten und Hausärztinnen schnellstens in die Ambulanz geschickt.
Immer wieder einmal ist es vorgekommen, dass jemand sein ganzes Leben geändert hat nach einer Diätberatung und Schulung bei uns. Manchmal hat eine einzige ausführliche Information gereicht – die Leute haben Gewicht abgenommen und sich deutlich mehr bewegt – und dann war der Diabetes nach ein paar Monaten einfach „weg“ – im Labor nicht mehr nachweisbar!
Manchmal gelang das auch Menschen, die schon jahrelang Diabetes hatten, aber es wurde immer seltener, je länger der Diabetes bestand. Wir haben uns immer mit unseren Patienten und Patientinnen gefreut, und haben uns solche „Ausnahme-Geschichten“ gegenseitig erzählt und gefeiert.
„Diabetes-Remissionen“ hat es also immer wieder gegeben, aber es gab dazu keinerlei Wissenschaft oder gar Studien. Es war einfach „klinischer Alltag“ (wie so manches andere bei Diabetes auch…).
Aber beginnen wir von vorne:
Professor Roy Taylor und die Frage: Was passiert da eigentlich?
Professor Roy Taylor ist ein britischer Arzt und Diabetesforscher an der Newcastle University.
Er beschäftigte sich seit vielen Jahren mit einer ganz grundlegenden Frage:
Was passiert mit unserer Nahrung nach dem Essen?
Mit neuen Magnetresonanz-Verfahren (MRT) konnte seine Arbeitsgruppe untersuchen, wie Fett in Organen gespeichert wird – nicht nur das Fett, das wir außen sehen und mit dem Maßband messen können, sondern Fett in der Leber und im Bereich der Bauchspeicheldrüse.
Ein wichtiges Puzzleteil kam für Taylor aus Beobachtungen nach bariatrischen Operationen. Bei manchen Menschen mit Typ-2-Diabetes bessern sich die Blutzuckerwerte nach einer solchen Operation erstaunlich schnell – teilweise lange bevor viele Kilo Körpergewicht verschwinden. Nach der Operation können diese Menschen nur ganz kleine Mahlzeiten essen.
Taylor fragte sich: Was, wenn dafür zumindest zum Teil gar nicht erst der langfristige Gewichtsverlust entscheidend ist, sondern zunächst die plötzlich massiv verringerte Energiezufuhr?
In seiner eigenen Rückschau beschreibt er, dass ihm diese Idee kurz nach der Eröffnung des neuen Magnetresonanz-Zentrums in Newcastle 2006 besonders klar wurde. 2008 veröffentlichte er daraus seine sogenannte Twin Cycle Hypothesis, also die Hypothese der „zwei Kreisläufe“.
Zwei Teufelskreise: Was bedeutet die Twin-Cycle-Hypothese?
Ich versuche das einmal auf Zuckertanten-Art zu übersetzen: Stellen Sie sich vor, unser Körper bekommt über längere Zeit etwas mehr Energie, als er gerade verbraucht. Das ist zunächst überhaupt kein Drama. Unser Fettgewebe ist schließlich genau dafür da, Energie zu speichern.
Aber wie viel Fett ein Mensch problemlos im Unterhautfettgewebe speichern kann, ist sehr unterschiedlich. Wenn dieses persönliche Speichervermögen überschritten wird, kann Fett zunehmend dort landen, wo wir es eigentlich nicht besonders gerne haben möchten:
zum Beispiel in der Leber.
Kreislauf Nummer eins: die Leber
Zu viel Fett in der Leber kann die Wirkung des Insulins dort beeinträchtigen. Die Leber reagiert schlechter auf das Signal: „Genug Zucker im Blut, bitte jetzt nicht noch mehr herausgeben!“ Sie produziert trotzdem weiter Glukose, Zucker, und lässt einiges davon ins Blut rinnen.
Der Nüchtern-Blutzucker steigt.
Gleichzeitig kann eine fettreiche Leber mehr Fett in Form von VLDL-Triglyzeriden in den Kreislauf abgeben. Und ein Teil dieses Fettes erreicht wiederum andere Organe.
Unter anderem die Bauchspeicheldrüse.
Kreislauf Nummer zwei: die Bauchspeicheldrüse
Bei Menschen, die dafür anfällig sind, kann ein Zuviel an Fett im Umfeld der Beta-Zellen deren Funktion beeinträchtigen.
Gerade die schnelle erste Insulinantwort auf einen Glukoseanstieg geht verloren.
Und damit kommt ein weiterer Teil des Typ-2-Diabetes ins Spiel: Nicht nur dass das Insulin schlechter wirkt, es wird auch nicht mehr richtig und nicht mehr rechtzeitig ausgeschüttet.
Diese beiden Vorgänge – Leber und Bauchspeicheldrüse – verstärken sich gegenseitig. Daher: Twin Cycle. Zwei Kreisläufe.
Das Modell wurde durch die folgenden Studien stark gestützt.
Trotzdem würde ich es nicht so formulieren, als sei damit für jeden einzelnen Menschen der gesamte Typ-2-Diabetes abschließend erklärt. Typ-2-Diabetes ist eine heterogene Erkrankung. Genetik, Fettverteilung, Insulinresistenz, Beta-Zell-Reserve, Alter, Diabetesdauer und viele weitere Faktoren spielen mit und beeinflussen massiv den Verlauf.
Counterpoint: Jetzt wird die Idee getestet
Eine schöne wissenschaftliche Hypothese ist zunächst einmal genau das: eine Hypothese, eine Vorhersage. Jetzt musste man ausprobieren, ob die Vorhersage wirklich stimmt.
Dafür entwickelte Prof. Taylor mit seinem Team die Counterpoint-Studie. Die Frage war eigentlich ganz einfach:
Wenn zu viel Fett in Leber und Bauchspeicheldrüse eine wesentliche Rolle beim Typ-2-Diabetes spielt – was passiert, wenn wir dieses Fett rasch vermindern?
Die Studie war winzig. Gerade einmal 11 Menschen mit Typ-2-Diabetes beendeten das achtwöchige Programm. Sie hatten alle einen relativ kurz bestehenden Typ-2-Diabetes.
Und nun kam die berühmte „Newcastle-Diät“ ins Spiel.
In der wissenschaftlichen Veröffentlichung wird eine Energiezufuhr von 600 kcal täglich angegeben. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um Formula-Mahlzeiten, also fertige Mahlzeiten-Shakes. Zusätzlich waren stärkearme Gemüse erlaubt. Newcastle beschreibt das Gesamtprogramm deshalb heute meist als ungefähr 800 kcal pro Tag.
Das war keine gemütliche kleine Ernährungsumstellung.
Das war eine massive, zeitlich begrenzte Energieeinschränkung.
Und genau das war beabsichtigt. Prof. Taylor wollte nicht primär eine neue Alltagsdiät erfinden. Er wollte mit einem Experiment eine Stoffwechsel-Vorhersage testen. Das ist ein wichtiger Unterschied.
Und dann passierte etwas Bemerkenswertes
Schon nach einer Woche war der Nüchtern-Blutzucker der Teilnehmer im Durchschnitt in den nichtdiabetischen Bereich gefallen.
Parallel sank das Fett in der Leber deutlich – um ungefähr 30 Prozent – und die Insulinempfindlichkeit der Leber verbesserte sich erheblich.
Das ging bei der Leber also sehr schnell. Bei der Bauchspeicheldrüse dauerte es länger.
Im Verlauf der acht Wochen nahm auch der Fettgehalt im Pankreas ab, und gleichzeitig erholte sich die sogenannte erste Phase der Insulinsekretion, genau jene rasche Insulinantwort, die bei Typ-2-Diabetes typischerweise gestört ist.
Das war wissenschaftlich ausgesprochen spannend. Denn bis dahin war die Vorstellung weit verbreitet: Wenn die Beta-Zell-Funktion erst einmal verloren gegangen ist, dann ist sie eben verloren.
Counterpoint zeigte:
Zumindest bei manchen Menschen mit noch relativ jungem Typ-2-Diabetes steckt offenbar mehr Erholungsfähigkeit in den Beta-Zellen, als wir gedacht hatten.
Werden die Beta-Zellen wirklich wieder „eingeschaltet“?
Hier möchte ich ein bisschen bremsen. Nicht, weil die Forschung nicht faszinierend wäre, sondern weil aus faszinierender Forschung sehr schnell eine viel zu einfache Geschichte gebastelt werden kann. Gerade alles um die „Newcastle Diät“ wird im Internet regelrecht hochgejubelt und oft sehr vereinfacht dargestellt.
Man liest manchmal:
„Die Beta-Zellen sind nur ausgeschaltet. Man entfernt das Fett, dann schalten sie sich wieder ein.“
Oder sogar: „Die Beta-Zellen verschwinden im MRT und werden nach dem Abnehmen wieder sichtbar.“
So würde ich das nicht sagen. Im MRT kann man keine einzelnen Zellen sehen, aber den Fettgehalt der Leber und des Pankreas und auch Veränderungen des Organs untersuchen.
Man sieht also nicht einzelne Beta-Zellen verschwinden und später wieder auftauchen. Gemessen wurde ihre Funktion, also zum Beispiel, wie gut Insulin als Antwort auf Zucker-Anstieg ausgeschüttet wird.
Heute gibt es gute Gründe anzunehmen, dass bei Typ-2-Diabetes ein Teil der Beta-Zellen unter dem jahrelangen Stoffwechsel-Stress seine spezialisierte Funktion verliert. Der Fachausdruck dafür lautet Dedifferenzierung. Den Stoffwechsel-Stress gibt es für die Betazellen schon lange Zeit bevor der Diabetes im Labor messbar wird.
Wenn der Stoffwechsel entlastet wird, könnte ein Teil dieser Zellen wieder zu einer besser funktionierenden Beta-Zelle werden – also sich erholen, redifferenzieren.
Aber selbst Taylor und Kollegen formulieren in wissenschaftlichen Arbeiten vorsichtiger: Die Wiederherstellung der Insulinsekretion sei möglicherweise durch Redifferenzierung zu erklären.
Funktioniert es auch länger? Die Studie „Counterbalance“
Nun entstand die nächste Frage: Alles schön und gut bisher, nach 8 Wochen verbessert sich der Stoffwechsel.
Aber bleibt das auch so? Dafür folgte die Counterbalance-Studie.
Diesmal nahmen 30 Menschen mit Typ-2-Diabetes teil. Ihre Diabetesdauer war sehr unterschiedlich: von weniger als einem Jahr bis zu 23 Jahren.
Wieder gab es 8 Wochen lang eine sehr kalorienarme Ernährung, anschließend wurden normale Lebensmittel schrittweise wieder eingeführt. Danach folgte ein strukturiertes Programm zur Gewichtsstabilisierung.
Und nun zeigte sich etwas sehr Wichtiges: Nicht alle reagierten gleich. Nach der Gewichtsabnahme erreichten 12 von 30 Teilnehmern einen Nüchtern-Blutzucker unter 126 mg/dl, nach sechs Monaten waren es 13 von 30.
Die Menschen, bei denen das gelang, hatten im Durchschnitt einen kürzer bestehenden Diabetes und eine besser erhaltene Insulinsekretion. Bei ihnen kehrte auch die schnelle erste Insulinantwort deutlicher zurück.
Und damit wurde aus der einfachen Geschichte: „Fett weg = Diabetes weg“ etwas viel Interessanteres:
„Fett weg – und dann schauen wir, wie viel Erholungsfähigkeit die Beta-Zellen noch haben.“
Das gefällt mir viel besser, denn Menschen mit Typ 2 Diabetes sind so verschieden! Das habe ich auch in den Jahren in den Diabetes-Ambulanzen und in der eigenen Praxis gelernt: man weiß NIE, bei wem sich der Stoffwechsel wieder komplett normalisiert. Und nein, es hat eben NICHT nur mit „Disziplin“ zu tun, obwohl Disziplin und Durchhaltevermögen natürlich wichtig sind bei so einem ambitionierten Programm.
Dann kam DiRECT und nun wissen wir mehr
DiRECT = Diabetes Remission Clinical Trial.
Die beiden Studien Counterpoint und Counterbalance waren faszinierend. Aber kleine Studien in einem hochspezialisierten Forschungszentrum beantworten noch nicht die entscheidende Frage: Funktioniert so etwas auch draußen im wirklichen Leben?
Zum Beispiel in einer Hausarztpraxis, mit „ganz normalen“ Patienten und Patientinnen?
Das wollte man mit der DiRECT-Studie herausfinden. Dafür arbeiteten Prof. Taylor und das Newcastle-Team unter anderem mit Prof. Mike Lean von der Universität Glasgow zusammen. Es entstand ein großes Behandlungsprogramm in britischen Allgemeinpraxen.
Was wurde in DiRECT gemacht?
Das zu erklären ist mir besonders wichtig. Denn DiRECT wird manchmal ungefähr so zusammengefasst: „Die haben nur 800 Kalorien gegessen und dann war der Diabetes weg.“
Nein, so einfach ist es nicht – leider.
So war die Studie aufgebaut:
Teilnehmen konnten Menschen zwischen 20 und 65 Jahren, deren Typ-2-Diabetes höchstens 6 Jahre zuvor entdeckt worden war. Der BMI (Body Mass Index) lag zwischen 27 und 45 kg/m². Das bedeutet am Beispiel eines 170 cm großen Menschen: Gewicht zwischen 80 und 130 kg – also von übergewichtig bis stark adipös.
Menschen, die bereits Insulin verwendeten, durften nicht teilnehmen.
Die Studien-Maßnahmen bestanden aus mehreren Teilen:
1. Vollständiger Mahlzeitenersatz
Für 3 bis 5 Monate erhielten die Teilnehmer eine Formula-Ernährung mit 825–853 kcal pro Tag. Sehr wenig – deshalb gab es in dieser Phase der schnellen Gewichtsabnahme auch ein Sport-Verbot.
2. Medikamente wurden genau überwacht
Blutzucker- und Blutdruckmedikamente wurden zu Beginn nach einem festgelegten Studienprotokoll abgesetzt und bei Bedarf wieder angesetzt.
Also bitte nicht:
„Ich mache das jetzt zu Hause und nehme meine Medikamente einfach weiter.“
Oder, noch schlimmer: „Ich mache das jetzt zu Hause und setze alle meine Medikamente ab!“
Das habe ich tatsächlich schon einige Male in der Ordination gehört – glauben Sie mir bitte, das ist KEINE gute Idee! Die Leute, die deshalb kamen, hatten teils viel zu hohe Blutzucker- und HbA1c-Werte…
3. Normale Lebensmittel wurden langsam wieder eingeführt
Nach der Phase der Gewichts-Abnahme gab es 2 bis 8 Wochen lang einen strukturierten Kostaufbau und die Empfehlung, mehr Aktivität in den Alltag einzubauen, die Teilnehmer trugen dazu Schrittzähler und sollten ihre tägliche Schrittzahl deutlich steigern. Dazu gab es auch verhaltenstherapeutische Beratungen.
4. Danach begann eigentlich erst der schwierigste Teil
Das erreichte Gewicht sollte langfristig gehalten werden. Dafür gab es regelmäßige Betreuung und Strategien gegen Gewichtszunahme.
Als „Notfall-Plan“ galt: bei einer Gewichtszunahme von 2–4 kg wieder 2–5 Wochen nur Shakes, wieder nur 800 kcal. Die Teilnehmer hatten in den ersten beiden Jahren noch monatliche Beratungs-Termine, danach nur alle 3 Monate.
Es war ein strukturiertes, gut betreutes medizinisches Gewichtsmanagementprogramm.
Das Ergebnis 2018, nach 1 Jahr
Nach einem Jahr waren 46 Prozent der Menschen in der Programm-Gruppe „in Remission“, ihr HbA1c war unter 6,5% und sie nahmen keine Diabetes-Medikamente.
In der Kontrollgruppe mit „normaler“ Betreuung waren es 4 Prozent.
Und besonders beeindruckend war der Zusammenhang mit dem Gewichtsverlust: Bei weniger als 5 kg Gewichtsverlust war eine Remission selten. Bei 5–10 kg weniger erreichten 34 Prozent eine Remission. Und bei 10–15 kg weniger waren es 57 Prozent.
Von jenen 36 Menschen, die mindestens 15 kg abgenommen hatten, waren 31 – also 86 Prozent – in Remission.
Kein Wunder also, dass damals auf Diabeteskongressen darüber gesprochen wurde. Ich erinnere mich sehr gut an diese erregte Stimmung. Da war einerseits viel Begeisterung: „Da geht ja viel mehr, als wir gedacht haben!“, hörte man oft – von den Wissenschaftlern.
Ich dachte mir: „Na ENDLICH zeigt jemand was möglich ist – und was ich und alle anderen die mit Diabetikern arbeiten, so ähnlich ja schon oft gesehen haben, was bis jetzt aber kaum in Studien behandelt wurde!“ Denn nur zu oft hatte ich das Gefühl, dass unsere „Arbeit an der Basis, in den Ambulanzen und Ordinationen“ kaum je vorkommt in der Wissenschaft – das hat sich in den letzten Jahren zum Glück stark zum Positiven verändert!
Und gleichzeitig war da natürlich auch viel Skepsis:
Wie lange hält das?
Für wen funktioniert es?
Was passiert bei Gewichtszunahme?
Und können Menschen so ein Programm außerhalb einer Studie überhaupt durchhalten?
Nach 2 Jahren: immer noch beeindruckend
Aber es wird komplizierter:
Nach 2 Jahren waren noch 36 Prozent der Teilnehmer der Behandlungs-Gruppe in Remission. Das war nach wie vor bemerkenswert.
Aber gleichzeitig wurde bereits sichtbar: Ein Teil der Menschen nahm wieder zu. Und mit der Gewichtszunahme kam bei manchen auch der Diabetes zurück.
Das heißt für uns:
Remission ist nicht Heilung.
Von einer Remission spricht man im Allgemeinen dann, wenn der HbA1c unter 6,5 Prozent liegt und mindestens drei Monate lang keine blutzuckersenkenden Medikamente verwendet wurden.
Aber: Der Mensch hat deshalb nicht plötzlich nie Typ-2-Diabetes gehabt. Die Veranlagung verschwindet nicht. Die individuelle Neigung, wieder Fett in Leber und Pankreas einzulagern, verschwindet nicht. Und wenn das Gewicht wieder deutlich steigt, können die Stoffwechselstörungen wieder auftreten.
Darum ist Remission das richtige Wort, nicht „Heilung vom Diabetes“.
Was lernten wir über die Beta-Zellen?
Eine besonders interessante Unterstudie von DiRECT untersuchte die Stoffwechselvorgänge genauer. Dabei zeigte sich:
Das Fett in der Leber sank sowohl bei Menschen, die eine Remission erreichten, als auch bei jenen, die keine Remission erreichten.
Auch das Pankreasfett, das Fett in der Bauchspeicheldrüse, nahm in beiden Gruppen ab.
Der entscheidende Unterschied lag woanders: Nur bei manchen Menschen erholte sich die „frühe Insulinantwort“. Sie waren die, die die Remission erreichten.
Außerdem hatten die erfolgreichen „Responder“ im Durchschnitt einen etwas kürzer bestehenden Diabetes: im Durchschnitt hatten sie etwa 2,7 Jahre lang Diabetes gegenüber 3,8 Jahren bei den Nicht-Respondern.
Und das ist ein wunderschönes Beispiel dafür, warum wir bei Diabetes mit einfachen Erklärungen vorsichtig sein sollten.
Zu viel Organfett ist offensichtlich sehr wichtig.
Gewichtsabnahme kann dieses Fett reduzieren.
Aber: Nicht jeder Mensch hat dieselbe Beta-Zell-Reserve. Und niemand kann durch besondere Willenskraft, besonderes Hungern, besondere Disziplin,… seine Beta-Zellen zurückholen, deren Funktion nicht mehr ausreichend erholungsfähig ist.
Das finde ich auch psychologisch wichtig. Denn aus einer hoffnungsvollen Botschaft darf niemals ein neuer Vorwurf werden:
„Wenn Sie noch Diabetes haben, haben Sie eben nicht genug abgenommen.“
Nein. So funktioniert Medizin nicht. Menschen sind so verschieden…
Und nach 5 Jahren?
Inzwischen haben wir auch Langzeitdaten. Den Teilnehmern der DiRECT-Behandlungs-Gruppe wurde auch nach 2 Jahren Unterstützung angeboten: Termine alle 3 Monate beim Betreuungsteam. Von ihnen konnten 85 Personen nach fünf Jahren ausgewertet werden. Sie lagen durchschnittlich noch 6,1 kg unter ihrem Ausgangsgewicht.
11 von 85 – also 13 Prozent – waren zu diesem Zeitpunkt noch in Remission.
Von den Menschen, die nach 2 Jahren in Remission gewesen waren und nach fünf Jahren erneut untersucht wurden, waren noch 26 Prozent weiterhin in Remission.
Man kann sich diese Zahlen jetzt auf zwei Arten anschauen.
Man könnte sagen: „Na bitte. Am Anfang 46 Prozent, nach fünf Jahren nur mehr ein kleiner Teil.“
Oder man könnte sagen:
„Wir haben eine chronische Erkrankung, bei der wir jahrzehntelang eine Remission ohne Medikamente kaum für erreichbar hielten – und nun gibt es Menschen, die fünf Jahre später noch immer darunter liegen.“
Ich finde die zweite Sichtweise viel besser! In der Wirklichkeit verankert, und mit viel Freude über das, was alles möglich ist – genau so wie in unserer alltäglichen Praxis als Ärzte!
Die persönliche Fettschwelle: Warum bekommt der eine mit BMI 24 Diabetes und der andere mit BMI 35 nicht?
Eine weitere interessante Idee aus Taylors Forschung ist der sogenannte „Personal Fat Threshold“, die persönliche Fettschwelle.
Wir Menschen unterscheiden uns darin, wie viel Fett wir problemlos im Unterhautfettgewebe speichern können. Der eine kann deutlich zunehmen, bevor Fett vermehrt in Leber und anderen Organen landet. Bei einem anderen passiert das schon bei einem Gewicht, das wir nach Tabellen noch als „normal“ bezeichnen würden.
Das erklärt zumindest teilweise eine Beobachtung, die wir im Alltag ständig machen:
Ein Mensch hat mit BMI 24 einen Typ-2-Diabetes.
Ein anderer hat mit BMI 34 völlig normale Zuckerwerte.
Deshalb interessiert mich bei meinen Patientinnen und Patienten immer weniger die Frage: „Wie sieht Ihr Gewicht im Vergleich zu anderen Menschen aus?“, sondern wir fragen eher: „Welches Gewicht verträgt Ihr eigener Stoffwechsel?“ und: „Was trauen Sie sich zu? Was möchten Sie versuchen?“
ReTUNE: Und was ist mit schlanken Menschen?
Genau diese Frage wurde später in der ReTUNE-Studie untersucht. Dort ging es um Menschen mit Typ-2-Diabetes und einem BMI unter 27 kg/m².
Also um Menschen mit Normalgewicht oder leichtem Übergewicht.
Auch hier führte eine kleine, schrittweise Gewichtsabnahme bei einem erheblichen Teil der Teilnehmer zu einer deutlichen Verringerung von Leber- und Pankreasfett.
In dieser kleinen Studie erreichten 70 Prozent einen nichtdiabetischen Stoffwechselzustand ohne Diabetes-Medikamente. Taylor und Kollegen interpretierten das als Unterstützung der Idee einer individuell unterschiedlichen Fettschwelle.
Das bedeutet aber bitte nicht: „Jeder schlanke Mensch mit Diabetes soll jetzt zehn Kilo abnehmen.“ Gerade bei Menschen ohne Übergewicht muss zunächst sehr sorgfältig geprüft werden, ob tatsächlich ein klassischer Typ-2-Diabetes vorliegt. Auch in ReTUNE stellte sich bei einigen ursprünglich eingeschlossenen Personen heraus, dass eine andere Diabetesform vorlag!
Aber sind 800 Kalorien am Tag nicht gefährlich?
Eine sehr kalorienarme Ernährung kann unter medizinischer Begleitung ein sinnvolles therapeutisches Werkzeug sein. Aber sie ist keine harmlose Do-it-yourself-Diät.
Die aktuellen Standards der ADA, der American Diabetes Association 2026 sind dazu eindeutig: Programme mit etwa 800–1.000 kcal täglich sollen nur kurzfristig, für sorgfältig ausgewählte Menschen, durch entsprechend geschulte Fachpersonen und unter enger medizinischer Kontrolle eingesetzt werden.
Genannt werden mögliche Probleme wie Elektrolytstörungen, ausgeprägte Müdigkeit und Herzrhythmusstörungen. Gleichzeitig muss von Anfang an eine langfristige Strategie zur Gewichtsstabilisierung dazugehören.
Bei Menschen mit Diabetes kommt noch etwas ganz Wichtiges dazu:
Die Medikamente passen plötzlich womöglich nicht mehr zur neuen Situation.
Wer Insulin oder Sulfonylharnstoffe wie Gliclazid oder Glimepirid verwendet und seine Energiezufuhr drastisch reduziert, kann Unterzuckerungen bekommen.
Auch Blutdruckmedikamente müssen bei rascher Gewichtsabnahme oft angepasst werden.
Genau deshalb wurden die Medikamente in DiRECT nicht einfach unverändert weitergenommen.
Und die Gallensteine?
Auch darüber sollte man sprechen. Schnelles Abnehmen, egal wie, erhöht das Risiko für Gallensteine. Das wissen wir schon sehr lange.
In einer großen Untersuchung von Programmen mit sehr kalorienarmer Ernährung war das Risiko für symptomatische Gallensteine gegenüber einer weniger stark kalorienreduzierten Ernährung etwa dreimal so hoch, auch wenn das absolute Risiko insgesamt relativ klein blieb.
Interessanterweise gab es auch in DiRECT einen Teilnehmer mit Gallenkolik und Bauchschmerzen, deren Zusammenhang mit der Intervention als möglich eingestuft wurde.
Das bedeutet nicht: „Schnell abnehmen ist verboten.“
Es bedeutet: Eine sehr kalorienarme Diät ist eine medizinisch relevante Intervention.
Was ist nun eigentlich die wichtigste Botschaft der Newcastle-Forschung?
Für mich ist es ausdrücklich nicht: „Jeder Mensch mit Typ-2-Diabetes soll mindestens 8 Wochen lang nur 800 Kalorien essen.“
Und es ist auch nicht: „Wer nur diszipliniert genug ist, kann seinen Diabetes ‚besiegen‘.“
Die wichtigste Botschaft lautet für mich: Typ-2-Diabetes ist vielfältiger, als viele früher gedacht haben.
Eine deutliche Gewichtsabnahme kann den Stoffwechsel tiefgreifend verändern.
Fett in der Leber kann erstaunlich schnell abnehmen.
Die Insulinwirkung in der Leber kann sich verbessern.
Die Fettbelastung im Pankreas kann sinken.
Und bei Menschen, deren Beta-Zellen noch genügend funktionelle Reserve besitzen, kann sich auch die Insulinsekretion beträchtlich erholen.
Eine Remission ist deshalb bei einem Teil der Menschen möglich.
Besonders gute Chancen bestehen bei relativ kurzer Diabetesdauer und erheblichem, langfristig gehaltenem Gewichtsverlust. Aber es gibt keine Garantie und es gibt ganz sicher keine moralische Wertung.
Die 800 Kalorien sind nicht der Zaubertrick
Vielleicht ist das sogar der häufigste Denkfehler bei der „Newcastle-Diät“. Man macht aus 800 kcal eine magische Zahl.
Dabei waren diese 800 Kalorien vor allem ein Werkzeug, um zuverlässig und relativ rasch einen erheblichen Gewichtsverlust zu erreichen. Heute haben wir für das Gewichtsmanagement sehr viel mehr Möglichkeiten:
- unterschiedliche Ernährungsformen,
- strukturierte Gewichtsprogramme,
- Bewegung,
- Verhaltenstherapie,
- moderne Medikamente zur Gewichtsreduktion
- und bei manchen Menschen auch Operationen, die metabolische Chirurgie.
Die aktuellen Diabetes-Leitlinien betonen deshalb nicht eine einzige „richtige“ Diät, sondern ein individuell passendes Gewichtsmanagement. Größere und dauerhaft erhaltene Gewichtsverluste können bei Typ-2-Diabetes eine Remission ermöglichen.
Die eigentliche Frage lautet also nicht: „Schaffe ich 800 Kalorien?“, sondern: „Gibt es FÜR MICH einen sicheren Weg, auf dem ich genügend Gewicht verlieren und dieses Gewicht anschließend möglichst halten kann?“
Das ist eine ganz andere Frage, und sie hilft viel besser weiter.
Und was ist mit Menschen, die keine Remission erreichen?
Auch hier möchte ich etwas sehr deutlich sagen: bei Übergewicht ist eine Gewichtsabnahme immer medizinisch wertvoll, auch wenn der Diabetes bestehen bleibt.
- Das HbA1c kann besser werden.
- Der Blutdruck kann sinken.
- Die benötigte Medikamentenmenge kann geringer werden.
- Leberfett kann abnehmen.
- Beweglichkeit, Schlaf und Lebensqualität können sich verbessern.
In den Fünf-Jahres-Daten von DiRECT fanden sich auch jenseits der eigentlichen Remission anhaltende Vorteile bei Stoffwechselkontrolle und Medikamenten-Bedarf.
Es wäre also sehr schade, eine erfolgreiche Gewichtsabnahme als „gescheitert“ zu betrachten, nur weil der HbA1c nicht ohne Medikamente unter 6,5 Prozent liegt! Genau das höre ich aber in der Praxis so oft! Damit bringt man sich selbst um die Freude nach einer gelungenen Gewichtsabnahme!
Meine Zusammenfassung:
Die Newcastle-Forschung von Roy Taylor und seinen Kolleginnen und Kollegen hat das Denken über Typ-2-Diabetes verändert, zu Recht. Sie hat gezeigt, dass wir Typ-2-Diabetes nicht ausschließlich als Einbahnstraße betrachten dürfen.
Remission ist möglich.
Manche Menschen können durch eine deutliche Gewichtsabnahme ihre Stoffwechselsituation so stark verbessern, dass sie über längere Zeit keine Diabetes-Medikamente benötigen und ihr HbA1c unter der Diabetes-Grenze liegt.
Das ist eine großartige Nachricht. Aber wie so oft kommt nach meinem begeisterten „Ja!“ noch ein kleines Zuckertanten-„ABER“:
- Nicht jeder Mensch hat die gleichen Voraussetzungen.
- Nicht jede Beta-Zelle kann sich gleich gut erholen.
- Ein Diabetes, der seit einem Jahr besteht, ist nicht dasselbe wie einer, der seit 20 Jahren besteht.
- Ein BMI sagt nicht alles über die Fettverteilung aus.
- Remission ist nicht Heilung.
- Eine 800-Kalorien-Diät ist keine harmlose Selbstbehandlung.
- Und ein Mensch, dessen Diabetes trotz Gewichtsabnahme Medikamente braucht, ist nicht „selbst schuld“.
Vielleicht ist für mich gerade das die schönste Botschaft dieser ganzen Forschung:
Unser Körper kann manchmal sehr viel mehr, als wir ihm zugetraut haben.
Wir dürfen ihm die Chance dazu geben. Aber wir können und müssen ihn nicht zwingen, einem Studienergebnis zu entsprechen.
Fragen Sie sich, was für SIE passt, achten Sie auf sich und Ihren Körper, schauen Sie auf Ihre Werte, und bitte besprechen Sie größere Gewichtsreduktionen und insbesondere sehr kalorienarme Programme mit Ihrem Behandlungsteam.
Und freuen Sie sich über jede Verbesserung – ganz egal, ob am Ende das große Wort „Remission“ darübersteht oder nicht.
Diese Folge dient der allgemeinen Information. Sie ersetzt keine persönliche medizinische Beratung. Bitte besprechen Sie eine größere Gewichtsreduktion, eine sehr kalorienarme Ernährung und jede Änderung Ihrer Medikamente mit Ihrem Behandlungsteam.
Quellen und Weiterlesen
Das Buch von Prof. Roy Taylor:
Roy Taylor, Endlich Schluss mit Typ-2-Diabetes!: In 3 Schritten radikal abnehmen – Leber und Bauchspeicheldrüse dauerhaft entlasten, 2021, ISBN-13: 978-3867312448
Deutsche Zusammenfassungen:
Zusammenfassung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, 2018
Deutsche Diabetes Gesellschaft, 2018:
Deutschsprachige Einordnung der DiRECT-Studie anlässlich der DDG-Herbsttagung in Wiesbaden.
Zur deutschsprachigen Einordnung der DDG
Studien auf Englisch:
Alle Links sind frei zugänglich und wurden am 19.9.2026 überprüft.
Lim EL et al., Counterpoint-Studie, Diabetologia 2011
Reversal of type 2 diabetes: normalisation of beta cell function in association with decreased pancreas and liver triacylglycerol.
Die ursprüngliche kleine Newcastle-Studie mit 11 Teilnehmern.
Originalarbeit – frei zugänglich, englisch
Steven S et al., Counterbalance, Diabetes Care 2016
Untersuchung von Gewichtsverlust, Gewichtsstabilisierung, Diabetesdauer und Unterschieden zwischen Respondern und Nicht-Respondern.
Abstract, englisch
Lean MEJ et al., DiRECT, The Lancet 2018
Die wichtige große randomisierte Studie in britischen Hausarztpraxen: nach einem Jahr 46 % Remission in der Interventionsgruppe.
Abstract, englisch, viele interessante weiterführende Links zur damaligen Diskussion
Lean MEJ et al., DiRECT – 2 Jahre, Lancet Diabetes & Endocrinology 2019
Nach zwei Jahren waren 36 % der Interventionsgruppe in Remission.
Abstract, englisch
Taylor R et al., Cell Metabolism 2018
Die mechanistischen Untersuchungen aus DiRECT: Leber- und Pankreasfett nahmen ab, eine Remission hing aber zusätzlich von der Erholung der Beta-Zell-Funktion ab.
Abstract, englisch
Lean MEJ et al., DiRECT – 5-Jahres-Daten, 2024
Langfristige Ergebnisse zu Gewicht, Remission und Stoffwechselkontrolle.
Volltext, frei zugänglich, englisch: 5-year follow-up of the randomised Diabetes Remission Clinical Trial (DiRECT) of continued support for weight loss maintenance in the UK: an extension study – The Lancet Diabetes & Endocrinology
Taylor R et al., ReTUNE, Clinical Science 2023
Untersuchung des Konzepts der persönlichen Fettschwelle bei Menschen mit Typ-2-Diabetes und BMI unter 27 kg/m².
Abstract, englisch