Was Constantin von SugrSugr über Unterzuckerungen erzählt hat
Ja, Constantin war bei mir in der Ordination in Wien für ein Interview - Sie können es gleich hier hören und darunter die Zusammenfassung lesen:
„Gibt es eigentlich etwas Besseres als Traubenzucker?“
Diese Frage höre ich seit vielen Jahren.
Natürlich gibt es Traubenzucker, Fruchtsaft, die bekannten Zucker-Gels aus der Apotheke. Aber wer selbst schon einmal eine heftige Unterzuckerung erlebt hat, weiß: Wirklich elegant sind diese Lösungen nicht.
Vor kurzem hatte ich deshalb einen ganz besonderen Gast bei mir in der Ordination: Constantin, einer der drei Gründer von SugrSugr. Die drei jungen Männer leben selbst mit Typ-1-Diabetes und haben ein Produkt entwickelt, das aus ihrer eigenen Erfahrung heraus entstanden ist: einen neuen Hypo-Helfer für Unterzuckerungen.
Und ich muss sagen: Das Gespräch war spannend.
Wenn die Bauchspeicheldrüse Pause macht
Menschen mit Typ-1-Diabetes müssen ihr Insulin selbst spritzen oder über eine Insulinpumpe zuführen. Das bedeutet, sie übernehmen Tag für Tag eine Aufgabe, die eine gesunde Bauchspeicheldrüse normalerweise automatisch erledigt.
Das klingt einfach, ist es aber nicht. Denn der Körper braucht nicht jeden Tag dieselbe Menge Insulin.
- Bewegung verändert den Bedarf.
- Stress verändert den Bedarf.
- Hitze verändert den Bedarf.
- Hormone verändern den Bedarf.
- Krankheiten verändern den Bedarf.
Und manchmal erwischt man eben ein wenig zu viel Insulin.
Dann entsteht eine Unterzuckerung – eine sogenannte Hypoglykämie.
Wie fühlt sich eine Hypo eigentlich an?
Constantin beschrieb sehr eindrucksvoll, wie sich eine Unterzuckerung bemerkbar machen kann:
- Zittern
- Schwitzen
- Konzentrationsprobleme
- Unruhe
- Schwarzwerden vor den Augen
Und wenn man nicht rechtzeitig reagiert, kann es sogar zur Bewusstlosigkeit kommen. Deshalb gehört für Menschen, die Insulin spritzen, ein Hypo-Helfer eigentlich genauso selbstverständlich dazu wie der Wohnungsschlüssel.
Das Problem mit dem Traubenzucker
Seit Jahrzehnten lernen Menschen mit Diabetes dasselbe:
„Bei einer Unterzuckerung Traubenzucker nehmen.“
Grundsätzlich stimmt das natürlich. Traubenzucker hebt den Blutzucker schnell an.Aber Traubenzucker ist manchmal schon steinhart, dann schwer aus der Verpackung zu bekommen, geschmacklich nicht jedermanns Sache
Und vor allem: Er erhöht den Blutzucker zwar schnell, löst aber nicht immer das Problem dahinter. Gerade wenn noch viel Insulin im Körper wirkt, kann der Blutzucker nach kurzer Zeit erneut abstürzen.
Deshalb wurde früher oft empfohlen: Traubenzucker plus etwas Langsames hinterher. Ein Keks. Ein Stück Brot. Etwas Schokolade. Aber wie viel genau? Das war oft eher Gefühlssache als Wissenschaft.
SugrSugr kann beides
Constantin und seine beiden Mitgründer haben sich gefragt: Warum gibt es eigentlich keinen Hypo-Helfer, der beides gleichzeitig kann? Den Blutzucker schnell anheben und dann im höheren Bereich halten?
Das SugrSugr Fläschchen
Das ist ein kleiner Trink-Shot mit nur 30 Millilitern Inhalt. Darin stecken insgesamt 20 Gramm Kohlenhydrate. Davon wirken 8 Gramm sehr schnell, 12 Gramm deutlich verzögert. Es ist also eine Kombination aus mehreren schnell, mittelfristig und langsam aufgenommenen Kohlenhydraten - der ideale Mix für schnelle und länger anhaltende Energie.

Das bewirkt einen schnellen Anstieg des Blutzuckers mit weniger Risiko für einen anschließenden Absturz.
Die Anwendung ist einfach – man kann das ganze Fläschchen trinken, mit 20 g Kohlenhydraten insgesamt, oder auch z.B. nur die Hälfte.
SugrSugr gab es zuerst nur mit dem Geschmack „Himbeere“, nun, im Mai 2026, kamen Pirsich und Maracuja dazu.
Als ehemaliger Barkeeper ist Constantin besonders stolz auf Maracuja – er sagt, die natürliche leichte Säure der Maracuja mildert den süßen Geschmack gut ab. SugrSugr wird in Deutschland produziert.
Was mir gefallen hat:
Die Gründer haben nicht im Labor beschlossen, was Menschen mit Diabetes brauchen könnten. Sie haben selbst Typ-1-Diabetes. Alle drei. Sie kennen Unterzuckerungen ,die Unsicherheit und die Situationen, in denen man plötzlich merkt: „Jetzt brauche ich Zucker. Sofort.“
Sieben Jahre lang wurde daran gearbeitet, getestet und verbessert. Schließlich wurde die ersten Version bei einer Diabetes-Skifreizeit mit Kindern ausprobiert. Das Feedback war so positiv, dass die Gründer beschlossen haben, das Produkt wirklich auf den Markt zu bringen.
Das Konzept ist schlüssig, das Produkt funktioniert sehr gut und löst ein Alltags-Problem für viele Menschen mit Diabetes.
Nicht nur für Typ-1-Diabetes interessant
Natürlich denken die meisten Menschen bei Unterzuckerungen zuerst an Typ-1-Diabetes. Aber auch andere Gruppen können davon profitieren:
Menschen mit Typ-2-Diabetes und Insulin
Wer Insulin spritzt, kann in eine Unterzuckerung geraten und sollte immer eine schnelle Zuckerquelle dabeihaben. Auch die, die „nur“ einmal täglich ihr Langzeit-Insulin spritzen! Diese Insuline wirken ja meist 24 Stunden lang und können daher auch untertags Unterzuckerungen auslösen: wenn man zu wenig gegessen hat, wenn man sich mehr bewegt als sonst oder auch, wenn man versehentlich zweimal das Insulin gespritzt hat, ohne es zu merken.
Menschen mit bestimmten Diabetes-Tabletten
Vor allem Sulfonylharnstoffe können Unterzuckerungen auslösen.
Dazu gehören beispielsweise: Glimepirid (Amaryl), Gliclazid (Diamicron), Gliquidon, Glibenclamid. Wer solche Medikamente nimmt, sollte ebenfalls vorbereitet sein.
Sportlerinnen und Sportler
Constantin berichtete, dass das sportlich aktive Menschen gerne SugrSugr verwenden, weil auch sie nach Traubenzucker den unangenehmen schnellen Blutzucker-Abfall spüren.
Warum ich SugrSugr empfehle
Sie wissen: Die Zuckertante ist bei neuen Produkten vorsichtig. Ich empfehle nichts aufgrund von Werbung.
Deshalb habe ich SugrSugr zunächst ganz normal übers Internet in Deutschland bestellt, selbst bezahlt und an Menschen mit Diabetes zum Testen weitergegeben. Einfach, um ehrliche Rückmeldungen zu bekommen.
Was mir gefällt: die kleine handliche Größe, die lange Haltbarkeit (3 Jahre!), die einfache Anwendung und vor allem die durchdachte Zusammensetzung.
Natürlich ersetzt auch dieses Produkt nicht das Wissen über den eigenen Diabetes und das Bemühen, den Insulin-bedarf so gut wie möglich einzuschätzen. Aber es ist eine interessante neue Möglichkeit, mit Unterzuckerungen umzugehen.
Constantin hat auch erzählt, was sie noch alles planen: neue Geschmäcker, neue Zusammensetzungen, zum Beispiel einen Hypo-Helfer speziell für die Nacht, wo es ja noch wichtiger ist, dass ein starke Blutzucker-Abfall Stunden nach einer Hypo verhindert wird.
Mein wichtigster Rat bleibt aber derselbe
Ob Traubenzucker, Saft, Gel oder SugrSugr:
Das beste Hypo-Mittel ist immer das, das Sie tatsächlich dabeihaben.
Unterzuckerungen kommen selten dann, wenn man gemütlich zuhause am Sofa sitzt. Sie kommen beim Einkaufen, beim Spazierengehen, mit etwas Pech im Auto, oft im Urlaub, wenn man sich mehr bewegt als gewohnt.
Also genau immer dann, wenn man überhaupt nicht damit gerechnet hat. Deshalb: Wenn Sie Medikamente verwenden, die Unterzuckerungen auslösen können, sorgen Sie dafür, dass Sie immer einen Hypo-Helfer griffbereit haben. Ihr zukünftiges Ich wird Ihnen dafür dankbar sein.
Fazit
Das Gespräch mit Constantin hat mir gezeigt, wie viel Innovation manchmal aus ganz persönlichen Problemen entsteht.
Drei junge Männer mit Typ-1-Diabetes haben sich gefragt, warum die Behandlung von Unterzuckerungen so umständlich ist – und haben eine bessere Lösung entwickelt.
Ob SugrSugr für Sie persönlich die richtige Wahl ist, müssen Sie natürlich selbst entscheiden.
Aber ich finde: Es ist erfreulich, wenn Menschen mit Diabetes nicht nur mit ihrer Erkrankung leben, sondern aus ihren Erfahrungen heraus neue Ideen entwickeln, die ihnen selbst und vielen anderen helfen können.
Hier finden Sie SugrSugr: https://sugrsugr.de/

Die Zuckertante grüßt
und wünscht allzeit gute Werte!