Hafertage: bei Typ 2 Diabetes, bei Insulinresistenz auch bei Typ 1! - Zuckertante.at

Hafertage: bei Typ 2 Diabetes, bei Insulinresistenz auch bei Typ 1!

Haferflocken

Wann könnten Sie an einen „Hafertag“ denken?

  • Ihr Arzt sagt, Sie hätten eine „Insulinresistenz„?
  • Typ 2 Diabetes und bisschen viel rund um den Bauch rum?
  • Typ 1 Diabetes und irgendwie wirkt das Insulin nicht mehr so gut?
  • Labor: Ihr HOMA-Index ist größer als 5? Das ist ein Wert, der Insulinresistenz beweist

oder ganz einfach: ein paar Tage lang zu viel und zu reichhaltig gegessen, sich zu wenig bewegt – jetzt sind Ihre Zuckerwerte höher als sonst, und Sie ärgern sich: „Das hätt wirklich nicht sein müssen!“


Dabei: Feiertage sind wichtig. Gutes Essen mit der Familie, mit Freunden ist etwas Schönes. Und auch wenn Feiertage für Sie eher eine Belastung sind, kann es gerade darum auch passieren, dass Sie zuviel und „falsch“ essen und sich lieber zuhause verkriechen als alleine einen Feiertags-Spaziergang zu machen zwischen all den Familien und Paaren… 

Schnelle Hilfe – langfristig günstig

Für Sie alle wären Hafertage eine prima Idee. Mir fällt auf, dass ich in letzter Zeit in der Ordination oft darauf angesprochen werde. Hafertage – tja, die kenne ich noch von der „alten Zeit“ im Lainzer Spital ( heute Hitezing). Die waren damals schon wichtig um den Insulin-Bedarf zu senken, um bei Typ 2 die Zuckerwerte zu verbessern… dann kamen sie „aus der Mode“ und jetzt werden sie, scheints, grad wieder modern. Ich erkläre gleich, wie man Hafertage genau macht.

Achtung: unbedingt vorher ausprobieren!

Auch die Hafertage eigenen sich nicht für ALLE Menschen mit Diabetes.
Bei manchen steigt der Blutzucker nach Hafer viel zu stark an. 
Das hat damit zu tun, wie weit der Diabetes fortgeschritten ist, wie es um die Insulinempfindlichkeit steht etc etc.
Also: versuchen Sie es vorher mit nur 1 Mahlzeit!
Dazu messen Sie Ihren Blutzucker vor dem Essen und nach 1, 2 und 4 Stunden.
Nach 4 Stunden soll der Blutzucker wider am Ausgangswert – oder sogar etwas tiefer – sein.
Der Zucker-Anstieg sollte nicht mehr als 40 – 80 mg% betragen.

Sie finden in diesem Beitrag:

  1. Insulinresistenz
  2. Wie man Hafertage macht
  3. Wie man die Behandlung anpasst
  4. Was Ihnen Hafertage bringen können
  5. Mehrere Hafertage hintereinander? Bei frisch entdecktem Diabetes?

1. Insulinresistenz

bedeutet, dass Ihr Körper, Ihre Zellen, nicht mehr so gut auf Insulin reagieren. Dass Ihr Insulin – egal ob „selbst produziert“ oder „selbst gespritzt“ – nicht mehr so gut wirkt, wie Sie es früher gewohnt waren. Kommt vor allem – aber nicht nur! – bei Übergewichtigen  mit Typ 2 und „Bauch-betontem Übergewicht“ vor. Die Zuckerwerte werden langsam immer schlechter…

PuddingInsulinresistenz kennen auch Typ 1 Diabetiker, es reicht ja schon, wenn man Arbeits-, Stress-, oder Krankheits-bedingt einige Zeit deutlich weniger Bewegung machte – und deutlich ungesünder gegessen hat.
Dann krabbeln die Nüchtern-Werte so ein bisschen rauf, Korrekturen „kommen“ nicht wie sie sollten, die Insulin-Wirkung scheint irgendwie „träge“, „unzuverlässig“…  meist ein Zeichen beginnender Insulin-Resistenz.

Die Lösung für alle Insulin-Resistenten: die Zellen wieder „gierig auf Insulin“ machen, also „hungrig“ – das geht durch Fasten, extrem Kohlenhydrat-arm Essen, Bewegung… und sehr gut helfen da die Hafertage.

2. Wie man Hafertage macht

 

3 Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Abendessen.

TeetasseNichts dazwischen. Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken. Natürlich nur Getränke ohne  Zucker, ohne Kohlenhydrate. Wasser, Früchtetee, 1  -2 Tassen schwarzer Kaffee, eventuell, wenns denn sein muss, 1 – 2 Gläser Diät-Limo… hab ich Wasser schon erwähnt, unser gutes österreichisches Leitungswasser?

Die Basis jeder Mahlzeit sind Haferflocken. Ganz normale Haferflocken, wie Sie sie überall kaufen können. Ob nun „extra zart“, das bleibt Ihnen überlassen.

Für jede Mahlzeit nehmen Sie so 75 – 90 Gramm Haferflocken. Die Dünneren nehmen eher weniger, die Dickeren eher mehr. Die  Haferflocken werfen Sie in ein Häferl ( einen kleinen Topf) und schütten 300 – 500 ml Wasser oder, wenns „salzig“ werden soll, Gemüsebrühe ( ja die simple aus dem Würfel, fettfrei!) drüber.  Drehen die Herdplatte auf, lassen kurz aufkochen, Deckel drauf, 5 Minuten ziehen lassen. Das wars schon.

Den fertigen Haferbrei kann man verfeinern mit:

Wenn mit Wasser gekocht: süß mit Erdbeeren oder Himbeeren (pro Hafertag insgesamt! ca 50g), vielleicht ein bisschen Süßstoff, Zitronensaft dazu?… Köstlich!

Schüssel ReisWenn mit Gemüsebrühe: salzig mit kalorienarmen Gemüse wie Lauch, Champignons, … ( pro Hafertag insgesamt 100g!) , dazu Zwiebeln, Knoblauch, Kräuter, Gewürze, oder ganz wenig Sojasauce? Gute Köche können ja Zwiebel und Knofi und vielleicht auch Gewürze fettfrei anrösten und dann zum Hafer geben.

Mahlzeit!

Wenn Sie es ganz genau wissen möchten, hier das sehr ausführliche  Informationsblatt  Hafertage von der „Deutschen Diabetes Hilfe“. Kurz und knackig sagen es die „Ernährungsdocs„, deren Sendung im ndr immer wert ist anzuschauen: „Haferkur“.

 

3. Wie man die Behandlung anpasst

 

Achtung, der Hafertag senkt prompt den Blutzucker! Das muss man bei der Therapie mit bedenken.

Typ 2 Diabetes mit Tabletten:

die meisten Tabletten lösen keine Unterzuckerungen, keine Hypos aus.  Die können Sie also unbesorgt auch am Hafertag nehmen.

Die wichtige Ausnahme: Sulfonylharnstoffe und Repaglinid. Die bewirken,dass die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin erzeugt, das den Blutzucker senkt – und die können sehr wohl Unterzuckerungen auslösen! Wenn Sie nicht sicher sind, wie Ihr Medikament wirkt, „Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ – nein besser Sie schauen zuerst selbst nach, zum Beispiel in der Medikamenten-Suchmaschine der Zuckertante ( alle österreichischen Medikamente sind erfasst).

RufzeichenACHTUNG: wenn Ihre Zuckerwerte in letzter Zeit sehr hoch waren, kann es sein, dass Sie _etwas_ niedrigere Werte, die normalerweise noch keine Hypo wären, als „zu tief“ und daher unangenehm spüren – wie eine Hypo eben. Hier gibts mehr dazu!

Typ 2: Insulin spät abends, „bedtime“:

soll Ihnen einen guten Nüchtern-Wert zaubern und muss normalerweise nach einem Hafertag nicht angepasst werden, spritzen Sie also am Abend Ihre gewohnte Dosis.

RufzeichenACHTUNG: Ausnahme: wenn Ihre Nüchtern-Werte recht tief liegen, oft unter 100mg% und erst recht, wenn Sie in den letzten Wochen eine Hypo nachts hatten: Insulin-Dosis an diesem Abend reduzieren – bitte mit Ihrem Arzt besprechen, meist wird er Ihnen ein Reduktion um ca.20 % vorschlagen.

Typ 2 mit Misch-Insulin ein- bis dreimal täglich

 

2 RufzeichenACHTUNG: der schnell wirkende Anteil im Misch-Insulin kann Ihnen am Hafertag Ärger, also zu tiefen Blutzucker bescheren. Dosis reduzieren, mit Ihrem Arzt vorab besprechen!! Oder zB an diesem Tag ein Insulin ohne schnell wirkenden Anteil verwenden – das genau anzupassen zahlt sich aus, wenn Sie ernstlich gegen starke Insulin-Resistenz vorgehen und Hafertage regelmäßig machen wollen!

Typ 1 und Typ 2  FIT-Therapie, Pumpe:

 

20g Haferflocken = 1 BE

RufzeichenACHTUNG: Haferflocken gehen langsam ins Blut, am Hafertag haben Sie fast kein Fett/Eiweiß dabei – –SEHR vorsichtig mit dem schnellen Insulin ! Wenn Sie nicht gewohnt sind, Ihre Spritz-Regeln selbst anzupassen: bitte mit Ihrem Arzt besprechen!

4. Was Ihnen Hafertage bringen können:

 

Am Hafertag – aber noch mehr am Tag danach: deutlich merkbar tiefere Zuckerwerte!

Achtung bei Insulin-Therapien: genießen Sie Ihre bessere Insulin-Empfindlicheit, messen Sie häufig, passen Sie Ihre Insulin-Dosierungen an! Keine Hypos entstehen lassen!

Für längerfristige Ergebnisse reicht natürlich ein Hafertag nicht.  Viele, gerade auch gut eingestellte Diabetiker, machen jede Woche einen Hafertag. Manche Typ 2 Diabetiker gleichen mit einem Hafertag pro Woche zu manchen kleinen „Diätfehler“ aus.

Es sind auch schon Diabetiker gesichtet worden, die nach einer Grillparty, nach einem Festessen gleich am nächsten Tag einen Hafertag einlegen, wenn man ohnehin noch satt vom Vortag ist. Um Insulinresistenz gar nicht erst entstehen zulassen. Eine kluge Vorgehensweise!

5. Mehrere Hafertage hintereinander? Bei frisch entdecktem Diabetes?

 

Als 3 tägige Haferkur. Warum nicht? Für übergewichtige, Insulin-resistente Menschen mit Typ 2 Diabetes kann das eine gute Sache sein. Aber UNBEDINGT vorab mit IHrem Arzt besprechen!

Viele Diabetes-Ärzte empfehlen Hafertage gleich nach der Diagnose eines Typ 2 Diabetes.

Ich mache das gerne so: natürlich NUR, wenn das sicher ist. Wenn der Stoffwechsel NICHT zu entgleisen droht, wenn NICHT sofort gehandelt werden – mit Tabletten unterstützt, Insulin gegeben werden muss!
Ich gebe dem neuen Typ 2 Diabetiker als erstes ein Blutzucker-Messgerät mit ein paar Teststreifen.

Eisbecher„Leben Sie doch noch einen Tag lang ganz normal wie früher, essen Sie wie vor der Diagnose und beobachten Sie Ihren Blutzucker. Messen Sie vor und 2 Stunden nach jeder Hauptmahlzeit, wenn es so etwas bei Ihnen gibt, mindestens aber viermal  am Tag.

Und am nächsten Tag essen Sie „Diabetes-gerecht“ oder Sie machen gleich Ihren ersten Hafertag. Dabei messen Sie wieder Ihren Blutzucker und schauen, ob sich etwas ändert!“ (Wer hat da jetzt was von „Henkersmahlzeit“ gemurmelt?)

Nur durch die Messungen am „Tag wie früher“ kann ein Diabetiker erkennen, WIE stark er seinen Blutzucker durch anderes Essen selbst beeinflussen kann. Ich finde es immer schade, wenn zuerst Diät-Empfehlungen und Medikamente gegeben werden und der neue Diabetiker erst einige Zeit später ein Messgerät bekommt. So kann er diese Erfolge gar nicht selbst beobachten! Dabei kann man gerade daraus so viel lernen!

Frisch entdeckte Typ 2 Diabetiker bekommen von den österreichischen Krankenkassen einmalig 50 Blutzucker-Teststreifen extra. Das ist eine feine Sache, damit kann man genau solche Tests gut machen. Damit schon der ganz neue Diabetiker sehen kann, wie er seine Werte beeinflussen kann. Dann kann er oder sie später viel besser entscheiden: „Dieses Essen jetzt – ist es mir den Zucker-Anstieg nachher wert?“

So, das wars zum Thema Hafertage. Machen Sie Hafertage? Wie? So wie hier beschrieben oder haben Sie Ihre eigenen Rezepte? Wie sind Ihre Erfahrungen? Schreiben Sie mir doch einen Kommentar dazu, gleich hier unten!

  • Monika Altmeyer sagt:

    da habe ich seit über 15 Jahre Diabetes Tbl. und werde erst jetzt über Hafertage informiert (vom Osteopathen). Esse zur Zeit keine Kohlenhydrate . Tbl um die Hälfte reduziert. Werte stabil unter 120.
    Die Art und Weise wie sie das den Diabetikern vermitteln finde ich super

    • Susanne Pusarnig sagt:

      Danke! Ja, Hafertage sind alt bewährt. „Keine Kohlenhydrate“ ist halt sehr schwer auf längere Zeit durchzuhalten und man muss auch dazu sagen, dass wir aus Studien zwar sehr genau wissen, wie positiv sich das kurzfristig auswirkt, aber wir haben keine Langzeit-Daten. Und da gibts doch Sorge, ob das wirklich auf Dauer gesund ist. Aber für zB eine Abnehmphase gehr geeignet!

  • Liebe Frau Dr. Pusanig,
    ich habe voller guter Vorsätze und Hoffnung gestern gleich einen Hafertag gemacht.
    Das einzig Positive daran war, dass mein Hunger um 10 Uhr Vormittag ausblieb.
    Also irgendwie hat mein Körper da was falsch verstanden. Meine Zuckerwerte waren extrem hoch (bis 247), es gab auch fast keine Talbewegung, ich blieb fast immer über 150. (ich messe mit Libre)

    Ich war vor Weihnachten schon auf einem Durchschnitt von 125. Dann war ich verkühlt und die Werte steigen seither bis vorgestern auf Durchschnitt 150, obwohl ich um sämtliche Keksteller (eigentlich bei mir mehr Obst) einen Bogen gemacht habe.

    Ich habe mich genau an die Mengenangaben gehalten:
    75g Haferflocken, 300ml Wasser,
    Süß mit 50g Heidelbeeren Zimt und Schwarzkümmelöl morgens und abends, mittags salzig mit 2 kl. Rettich, 6 Blätter Mangold, Knoblauch, Gemüsesuppe und Sojasoß .

    Seltsam oder?

    Was ich auch nicht versteht, dass meine Werte in der Nacht immer am höchsten sind, besonders kurz vor dem Aufstehen. Können Sie dies erklären?

    Vielen Dank für die vielen Informationen, endlich eine Seite die verständlich vieles erklärt.

    Schöne Grüße
    Elisabeth Starkmann

    • Susanne Pusarnig sagt:

      Liebe Frau Starkmann, oje da hat etwas nicht geklappt!
      kann es sein, dass Sie nun so „richtig“ krank werden? Haben Sie einen Infekt, Fieber? Dann könnte das schon passen.
      Wie behandeln Sie denn Ihren Diabetes? Mit Tabletten oder mit Insulin oder mit beidem?
      „Zucker nachts immer am höchsten, warum?“: Meinen Sie damit, dass Sie zB beim Schlafengehen einen guten Wert um 130 haben, aber mit 180 oder höher aufwachen? Erzählen Sie!

      • AL sagt:

        Ich habe die 3 Tage Kur auch grad hinter mir und die Werte waren auch sehr hoch… Nur ein Beispiel:
        nüchtern 105, nach dem Essen des Haferbreis bei 235 – ist schon merkwürdig… weitere 2 Std. später wieder alles normal – ich dachte immer, man soll solche BZ Spitzen vermeiden

        • Susanne Pusarnig sagt:

          Ja, der Wert ist zu hoch. Wenn Sie nach anderem Essen nach 2 Stunden nicht so hohe Werte haben, dann wars entweder zu viel Hafer pro Mahlzeit oder es ist einfach nicht die richtige Methode für Sie.

  • Sylvia Lingemann sagt:

    Hallo Frau Dr. Pusarnig,

    Sie haben mich ja schon mit dem anderen Artikel in Bewegung gebracht 🙂

    Jetzt bin ich auch über diesen Bericht gestolpert und erneut ins Nachdenken gekommen.
    Hafertage hat mir mein Arzt auch schon vor einiger Zeit vorgeschlagen.
    Nachdem mein Insulinbedarf nun schon seit einigen Wochen stetig unangenehm steigt, will ich da nochmal dran.

    Letzten Monat habe ich mir einige Hafertage vorgenommen, zumal ich Haferflocken wirklich gerne esse und sie sich sowieso in meinem Speiseplan finden, aber ich hatte wirklich permanent Hunger. Ich hätte locker die doppelte Menge verdrücken wollen und bin so am Ende des ersten Hafertags bereits wieder schwach geworden.
    Ich habe das Gefühl, dass sie satter machen, wenn ich sie ungekocht esse. Ist denn das Aufkochen erforderlich für die Wirksamkeit der Hafertage oder kann ich sie ebensogut auch einfach so mit Wasser anstatt wie sonst mit Milch übergießen?

    Liebe Grüße aus dem Rheinland
    Sylvia Lingemann

    • Susanne Pusarnig sagt:

      ja hallo, leibe Grüße aus WIen!
      Wie gehts denn mit der Bewegung?
      Hafertage: ungekocht geht genauso.
      Hunger: naja, das ist so eine eher mentale Sache. Es ist ja komisch: wenn mir mein Knie weh tut, dann weiß ich zwar, dass die Arthrose viel mit Übergewicht und zu wenig Bewegung zu tun hat, aber meist nehme ich es ja doch einfach hin und hab gelernt mich dran zu gewöhnen – so machen es ja die meisten. Aber kaum regt sich ein Hunger-Gefühlchen, das objektiv betrachtet viel weniger unangenehm ist als die Knie-Schmerzen, „müssen“ wir SOFORT und GLEICH was dagegen unternehmen – also etwas essen. Ich kenne Leute, die wirklich viel Gewicht abgenommen haben, manchmal über 30 kg – die sagen alle, dass sie mit „Hunger“ einfach anders umgegangen sind und gelernt haben, ihn wenn schon nicht positiv, so doch zumindest als „Zeichen dass ich abnehme“ zu sehen. Und ihn vor allem einfach nicht so ernst zu nehmen! Vielleicht auch im /(dankbaren) Wissen, dass ECHTER Hunger nochmal ganz was anderes ist…

      • Sylvia Lingemann sagt:

        Danke der Nachfrage; ich bin weiter in Bewegung, auch wenn ich das Konzept etwas umgebaut habe.
        Darüber berichte ich aber lieber im Kommentar zu Ihrem anderen Artikel, um hier nicht das Thema zu schreddern 🙂

        Ich probiere es dann heute mal mit einem „kalten“ Hafertag in der Hoffnung, dass mir das leichter fällt.

        Den Hunger anders zu betrachten, ist für mich schon wirklich eine sehr große Herausforderung. Ich weiß ja, dass gerade die Tatsache, welchen Stellenwert das Essen in meinem Leben hat, mich zu einem adipösen Klops mit Diabetes gemacht hat, aber Gewichtsreduktion ist noch viel schwerer, als vor ein paar Jahren mit dem Rauchen aufzuhören.

  • Sabine Mann sagt:

    Danke! Ich habe Typ1 Lada seit 6 Jahren, ich bekomme Metformin, Jardiance und Atorvastatin, spritze abends Langzeitinsulin, aber mir hat noch kein Arzt etwas von Hafertagen gesagt, ich werde das ausprobieren.

    • Susanne Pusarnig sagt:

      Probieren Sie zuerst zwei- bis dreimal eine Hafer-Mahlzeit aus – nicht gleich den ganzen Tag machen. Denn manche machen die Erfahrung, dass der BZ sehr schnell stark ansteigt, auch wenn man korrekt für die Kohlenhydrate spritzt.
      100 g Haferflocken = ca 60 g Kohlenhydrate, 20 g Haferflocken = 1 BE, 17 g Haferflocken = 1 KE

  • Suggardosis sagt:

    Hallo Frau Pusarnig,
    kleines Feedback zur Haferkur: für mich scheint die Haferkur eher nicht geeignet zu sein. Ich habs mit Libre getestet. Zu Mittag 70gr Haferflocken, in 300ml Wasser aufgekocht, 50gr Himbeeren dazu nix weiter. Start mit 111mg/dl. Eine gute Stunde nach der unkulinarischen Mahlzeit Spitze bei 232mg/dl. Also ein Anstieg so schnell wie bei alle anderen „nackten“ Kohlehydrate auch, und alles andere als seeehr langsam. Der Absturz kam dann aber fast genausoschnell, und nach gut 3h war der „Spuk“ vorbei.
    Lange satt war ich übrigens auch nicht.

    Der Weihnachtskekse-Kaffe-Nachmittag, mit sündig-genüsslich vielen Weihnachtsplätzchen war dagegen fast schon Diabetesfreundlich Die Libre Kurve ging „nur“ bis 192 jedenfalls besser als bei der Haferkurmahlzeit. Länger satt haben die auch noch gemacht, hatten aber vermutlich auch mehr Kalorien.

    Ich nehme 2*1000mg Metformin +10mg Forxiga, mein HBA1c lag im Dez. bei 6,3.

    Der Zuckertante für ihre liebevolle, informative Webseite, für Newsletter und Podcast ganz herzlichen Dank.

    • Susanne Pusarnig sagt:

      Ja, das gibts – ich höre immer weiderr, dass bei manchen Menschen der BZ viel zu stark ansteigt. Selbst wenn die Zuckerwerte auch wieder schnell fallen – solche Spitzen möchte man nicht haben.
      Dann sind für Sie die Weihnachtskekse besser… =;-)
      Nein, im Ernst: Hafertage passen nicht für jeden!
      Muss man tatsächliche ausprobieren – ich nehme Ihre Antwort gleich als Anlass, das nun endlich einmal zu ändern im Artikel!
      Danek!


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