Insulin spritzen - Zuckertante.at

Insulin spritzen

Von Susanne Pusarnig / 1. Oktober 2017
Insulin Pens

Online: Diabetes Grundlagen-Kurs
besonders auch für frisch entdeckte Diabetiker!
Die Grundlagen für Typ 2 Diabetes. Alles, was Sie jetzt brauchen: "Was darf ich denn noch essen? Was ist Diabetes, was ist dran so gefährlich? Sol ich wirklich schon Medikamente nehmen? Werde ich Insulin spritzen müssen? Und was ist mit den Spätschäden? ...

Wieder im Jänner 2019!

Eigentlich die natürlichste Art, seinen Diabetes zu behandeln! Insulin spritzen heißt ja, dass Sie Ihrem Körper genau das Hormon bringen, das ihm fehlt.

Die Zuckertante erzählt: DAS ist Insulin!

1922: Teddy Rider ist 5 Jahre alt – seit knapp einem Jahr wissen seine Eltern, dass er Typ 1-Diabetes hat. Sein Körper kann fast kein Insulin mehr herstellen – er magert immer mehr ab, sein Matrosenanzug ist ihm viel zu groß, er wird immer müder und kann kaum mehr stehen.

Wie vor ihm  alle Menschen mit Typ 1 Diabetes hat er keine Chance zu überleben – außer er bekommt das damals noch ganz neue „Wundermedikament“ von Dr. Banting und Dr. Best. Die beiden Ärzte  hatten ein Jahr davor begonnen, mit einem experimentellen  Pankreas- (Bauchspeichledrüsen-)Extrakt die ersten Patienten zu behandeln, sie hatten den ersten Patienten Insulin gespritzt und eine eigene Praxis für Diabetiker eröffnet.

Im Juli 1922 bekommt Teddy Insulin –1923 ist er ein fröhlicher, gesunder Bub – und Dr. Banting erhält zusammen mit Dr. McLeod den Nobelpreis für Medizin – für die Entdeckung des Insulins.

1990 ist Ted Ryder 74 jahre alt – und hier  auf einem Video zu sehen – ein gesunder alter Herrr, der ohne Spätschäden mit seinem Typ 1 -Diabetes alt geworden  ist!

Insulin

lebensnotwendig für Typ 1-Diabetiker

und auch für viele Typ 2 Diabetiker!

Wenn die Bauchspeichelrdrüse eines Typ2-Diabetikers nicht mehr genug Insulin herstellen kann, und wenn dann die „Zuckertabletten“ nicht mehr helfen – dann werden die Blutzucker-Werte immer höher und höher, und der hohe Zuckergehalt im Blut schädigt die Blutgefäße. Bei sehr hohen Werten wird man müde, durstig, grantig, schwach… wie der kleine Teddy Ryder. Da braucht man auch als Typ 2 –Diabetiker Insulin.

pen rotViele Leute fürchten sich erst ein wenig vor der Insulin-Spritze und davor, nun „abhängig“ oder „schwere Diabetiker“ zu sein.  Das Insulin-Spritzen tut aber weniger weh als das Blutzucker-Messen. Und mit den modernen „Pens“, den „Insulin-Füllfedern“ ist es ganz einfach, die benötigte Menge richtig „aufzuziehen“.

Wenn die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produzieren kann, ist es die „natürlichste“ Behandlung, das fehlende Insulin zu geben – nur kann man es nicht schlucken, es muss gespritzt werden, weil es als Eiweiß-Molekül nach dem Schlucken sofort im Magen zerstört würde.

Deshalb: wenn die „Zucker-Einstellung“ trotz Tabletten immer schlechter wird:

rechtzeitig auf Insulin umstellen!

blluete1Viele Diabetiker sind dann ganz überrascht, wie einfach das Insulin Spritzen ist, wie gut es ihnen geht, wenn sie wieder genug Insulin im Blut haben : „Viel früher hätt ich spritzen sollen! – Ich fühle mich so viel besser, bin leistungsfähiger und fröhlicher“… es ist immer wieder so schön, das zu hören!

Auf den nächsten Seiten finden Sie Informationen zur Frage „wann anfangen mit dem Insulin Spritzen?“ und zu den verschiedenen Insulin-Therapien.

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