Weihnachtszeit-Keksezeit - Zuckertante.at

Weihnachtszeit-Keksezeit

Von Susanne Pusarnig / 4. Dezember 2018

Advent – Kekserlzeit!

Dezember – die schwierigste Zeit im Jahr?

Weil überall die süßen Sachen locken?
Vielleicht sind Sie ja einer von denen, die sagen: „ Das interessiert mich überhaupt nicht, ich esse zu Weihnachten auch nicht anders als sonst!“ Wenn ich so etwas höre – erst letzte Woche wieder in der Ordi –weiß ich nie, ob ich das bewundern oder bedauern soll. Weihnachten „nicht anders essen als sonst“? Ist das dann noch ein richtiges Fest?

Naja, viele, zu viele Leute haben arge Probleme mit dem Weihnachts-„Fest“ – für sie ist es eben kein Fest sondern im schlimmsten Fall die am meisten gefürchtete Zeit im Jahr. Die noch dazu in die kürzesten Tage des Jahres fällt, was ja der Stimmung auch nicht gut tut. Angst vor Weihnachten, Depressionen ab November – auch nicht gut für den Blutzucker. Aber das ist ein anderes Thema, auf das ich vor Weihnachten noch einmal zurückkommen will.

Vogerl erschöpft

Weihnachts-Depression?

Tabletten

Hier nur so viel: Wenn Sie schon wissen, dass es Ihnen in den dunklen Monaten immer schlecht geht, dass Sie sich zu allem, was Sie erledigen möchten, zwingen müssen, dass Sie Schlafstörungen haben, jedes Interesse verlieren, sich durch die Tage quälen: das kann ein Hinweis auf eine ausgewachsene Winter-Depression sein!

Wenn Sie in den nächsten 10 Tagen zu Ihrem Arzt gehen und das besprechen und vielleicht beginnen -  wenn angezeigt -  ein Medikament gegen Depression zu nehmen, dann könnte das zu Weihnachten schon wirken. Diese Medikamente brauchen 2 Wochen und mehr bis man eine Wirkung bemerkt! Und ja, sie helfen nicht bei jedem – sind aber bei eindeutig depressiven Symptomen einen Versuch absolut wert

Advent – haben Sie schon einen Adventskalender?

Ich schon!
Die Zuckertante liebt Adventkalender! Meistens habe ich mehrer, heuer nur einen, aber einen besonders schönen. Ich mag nur die altmodischen, mit den kleinen Bildchen hinter den Türchen. 

Adventkalender im Internet

Da gibts viele viele  -man kann Handschuhe gewinnen oder eine Reise   - ich mag das alles nicht.
Aber da gibts einen, der ist ganz anders: schön, friedlich, liebevoll gemacht, mit Bildern, Keksen, Lichtern... der von www.seelenfarben.de Engelbert hat vor vielen Jahren damit begonnen, jedes Jahr einen Adventkalender zu gestalten. Heuer finde ich ihn besonders schön! 

Und was ist jetzt mit den Advent-Süßigkeiten?
Gemach, gemach. EIGENTLICH heißen Weihnachtskekse ja Weihnachtskekse, weil man sie zu Weihnachten isst und nicht schon im Advent....

„Wie viele Kekse „darf“ ich denn“ ?

das ist eine Frage, die mich immer wieder überrascht. Ists denn  so schwierig selbst abzuschätzen was „sich ausgeht“ und was nicht? Hm. Da sollte doch etwas mehr Klarheit rein... Ihre Zuckertante ist am Basteln. Warten Sie noch ein oder zwei Wochen ab...

Aber die Kekse müssen ja auch gebacken werden! Und beim Backen muss man kosten...  und all der Bruch! Das kann man doch nicht einfach wegwerfen,  tsss... Okay, überzeugt. Ein paar zerbrochene Kekse, eine Adventeinladung:

eine gute Übung fürs große Fest.

Manchmal ist ja auch das „schlechte Gewissen“ nach einer “Diätsünde“ größer als der Schaden in Wirklichkeit ist! Das ist gar nicht so selten! Übrigens, das Wort „Sünde“ in Zusammenhang mit Essen bei Diabetes ist an sich schon eine Frechheit und sollte schon lang nicht mehr verwendet werden! Tatsächlich: viele Diabtiker machen sich recht unnötig Sorgen und Vorwürfe nach ein paar Keksen.

Probieren Sie doch heuer Folgendes aus:

Messen Sie Ihren Blutzucker! JA, BEVOR Sie die Kekse essen!
Dann essen Sie, was Sie halt essen – ein paar Kekse auf einem Tellerchen am besten.
Idee: Fotografieren Sie! Das fällt heute schon gar nicht mehr auf, überall sieht man Leute das Handy zücken und ihr Essen fotografieren. Und dann messen Sie Ihren Blutzucker nach 2 und nach 4 – 5- Stunden noch einmal.

Sie werden vielleicht staunen, dass der gar nicht so hoch gegangen ist, wie Sie glaubten! Und wenn doch: dann wissen Sie es  - und können nächstes Mal entscheiden, obs Ihnen das wert ist.
Genau dazu macht die Zuckertante einfach ein:

Gewinnspiel!

Posten Sie Ihre Erfahrungen auf Facebook, bei der Zuckertante! Mit Foto von den Weihnachtskeksen oder dem Punsch, dem Festessen...., natürlich! Oder schreiben Sie mir, einfach hier klicken.

3 kleine Gewinne gibt es, die aus allen Einsendungen ausgelost werden! Und zwar für jeden ein Diabetes-Tagebuch von der Zuckertante, eins von den ganz neuen mit den bunten Dots. Schauen Sie sich die hier an!
Also bitte einfach unten als Kommentar:

  • Was haben Sie getestet?  Foto!
  • Wie war Ihr Zucker davor, nach 2 und nach 4 - 5 Stunden?
  • Haben Sie die Werte so erwartet? Oder wars eine Überraschung: wie hoch der BZ angestiegen ist oder dass er gar nicht SO hoch angestiegen ist wie befürchtet?
  • Wie behandeln Sie Ihren Diabetes?

Wie behandeln? 

Die, die schnelles Insulin zu den Mahlzeiten nach BE spritzen, sind fein raus: sie können natürlich auch für Kekse spritzen und hinterher gute Werte erwarten. Für die, die Tabletten nehmen oder die Mischinsulin spritzen, ist es schwieriger. Allenfalls könnte der eine oder die andere sich mit dem schnellen Repaglinid ein wenig helfen – aber das muss mit Ihrem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

ROTER peN

BE-Liste für Weihnachten

Zu den Broteinheiten: bei „herkömmlichen“ Keksen kommt man oft ganz gut hin, wenn man

für 25g Kekse ca 1 BE rechnet. 

Das passt bei überraschend viele Rezepten, ich hab es bei einigen Vanillekipferl-Rezepten, normalen Ausstecher-Keksen, einfachen Lebkuchen nachgerechnet. Ohne Garantie natürlich! 25 Gramm – das ist meist ein großes oder 2 -3 kleinere  Stücke.

Unsere neue Weihnachts-Liste

Zu den weihnachtlichen Verführungen haben wir eine neue BE-Liste, da finden Sie einiges was es am Weihnachtsmarkt so gibt, Kekse, Christstollen.... Auch für die interessant, die nicht "Nach BE spritzen". Anhand der Liste lernt die Sachen gut einschätzen!
Das Helferlein der Zuckertante hat sich hingesetzt und aus vielen Hersteller-Angaben Durchschnittswerte ausgerechnet. Danke! 

Wenn man sich die Liste so ansieht, versteht man bald worum es geht. Man kann ganz gut wenigstens grob einschätzen: was hat mehr/weniger Fett und/oder Zucker und Mehl?

Außerdem gibt es ja noch viele Rezepte mit Dinkel, wenig Zucker, oder mit Zuckerersatzstoffen. Da ist aber jedes anders, für Typ 2 ist weider einfach: je weniger Bestandteile den Blutzucker erhöhen, desto besser. Für Typ 1 ists schwieriger, da hilft nur ein Blick aufs Rezept und nachrechnen!

Hier bekommen Sie die Weihnachts-Liste mit BE-Angaben zu Keksen, für den Weihnachtsmarkt,...

Sie bekommen sofort die Liste mit den BE-Angaben für die Weihnachtszeit. Außerdem schicken wir Ihnen eine Email, in der wir Sie bitten, die Registrierung für unseren Newsletter zu bestätigen. Der Newsletter der Zuckertante kommt alle 1- 2Wochen und ist voller Diabetes-Neuigkeiten, Tipps, Geschichten von Diabetikern...  

Ob mit oder ohne Insulin, ob mit oder ohne Tabletten:
Eine nette, gemütliche Adventszeit wünscht Ihnen
Die Zuckertante

2Kommentare
erna - 9. Dezember 2018

also das war ein guter Tip. Wir sind immer am Nikolotag bei unseren Kindern, und die Schwiegermutter bringt Christstollen mit, selbst gebacken. Ich hatte immer so ein schlechtes Gewissen, hab mich ein paar Tage lang nicht getraut den Zucker messen. Davor habe ich mir immer vorgenommen keinen zu essen aber naja das hat nie geklappt.
Diesmal: vor der Adventjause BZ 142, dann 2 Stück Christstollen, nach 2 Stunden BZ 238, nach 4 Stunden 169 und am nächsten Tag morgen 116, ist immer ungefähr so. Gar nicht schlimm.
Typ 2 mit Tabletten

Antworten
    Susanne Pusarnig - 9. Dezember 2018

    Na sehen Sie – das ist doch absolut in Ordnung für so einen Ausnahmetag!

    Antworten
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